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Audi A4/BMW 3er/VW Passat: Kombi-Test A4, 3er und Passat beim Kombi-Check

Wenn es auf Reisen um Reichweite geht, sind Dieselkombis in der Businesswelt noch immer angesagt und ungeschlagen. Zu Recht? Der Vergleichstest mit dem Audi A4 Avant , dem BMW 3er Touring kurz vor seinem Facelift und dem VW Passat Variant gibt die Antwort. 

Im Vergleichstest zwischen dem Audi A4 Avant, dem BMW 3er Touring und dem VW Passat Variant haben wir es mit Langstrecken- und Ladeprofis zu tun, die gerade als Dienstwagen nach wie vor gefragt sind. Videokonferenz hin, E-Mail-Verkehr her: An vielen Stellen des Geschäftslebens geht heute immer noch nichts ohne persönliche Kontakte vor Ort. Folglich kommt so manche:r am intensiven «Kilometerschrubben» nicht vorbei. Klar: In einer idealen Welt sollte das nach Meinung vieler am besten elektrisch und lokal emissionsfrei passieren. Doch solange das Netz der Schnellladesäulen noch lückenhaft ist und 50 Liter Diesel immer noch deutlich schneller gezapft sind als 50 Kilowattstunden Strom, hat der Selbstzünder nach wie vor seine Daseinsberechtigung – am besten als Kombi. Dann lässt sich das Frachtabteil nicht nur für das nutzen, was unter der Woche transportiert werden muss, sondern bietet auch Reserven für den Familienausflug und die Urlaubsreise. Eine spannende Begegnung steht ins Haus, denn den dieselnden Mittelklasse-Kombis der bayrischen Premium-Liga aus Ingolstadt und München stellt sich der volkstümliche Lademeister aus Wolfsburg entgegen. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der BMW 3er (2018) im Video:

 

 

Audi A4 Avant, BMW 3er Touring & VW Passat Varinat im Vergleichstest

Wer sich noch an die Erstausgaben des BMW 3er Touring (1987, Modellcode E30) und des Audi A4 Avant, der damals (1992) noch Audi 80 Avant hieß, erinnert, der staunt Bauklötze über das zwischenzeitlich stattgefundene Größenwachstum. Das hat den VW Passat Variant (Erstauflage von 1974, Typ 33) ganz besonders erfasst, und so geht der 4,77 Meter lange Wolfsburger beim Vergleich des Platzangebots als Sieger hervor. Vor allem die Mitreisenden in der zweiten Reihe freuen sich über viel Beinfreiheit, was insbesondere dann zum Tragen kommt, wenn er als Familienfahrzeug genutzt wird und im Lauf der Jahre aus Kindern Leute werden. Ebenso einsame Spitze ist seine Möglichkeit, nicht nur gestaunte Bauklötze zu transportieren: 650 bis 1780 Liter Kofferraum bietet keiner der Konkurrenten. Das Gleiche gilt für seine 561 Kilogramm Zuladung sowie die möglichen 2,2 Tonnen gebremster Anhängelast. Dennoch müssen sich seine Rivalen in diesem Vergleichstest nicht verstecken. Beim Thema Praxistauglichkeit zum Beispiel warten sie mit intelligenten Lösungen auf: Der BMW 3er Touring bringt eine separat zu öffnende Heckscheibe mit – hilfreich für den Zugang zum Kofferraum dann, wenn einer zu dicht am hinteren Stoßfänger parkt. Der Audi A4 Avant kommt mit einem hochauflösenden Bildschirm und einer korrekt platzierten, einfach zu bedienenden Klimaanlage daher. Apropos Bedienung: Hier hat BMW mit dem iDrive auch im 3er einen Meilenstein in Sachen Handhabung gesetzt, was dazu führt, dass der Umgang mit dem Münchner Kombi Neulingen wesentlich leichter fällt als mit dem A4 und dem Passat. Dennoch gibt es auch Gewöhnungsbedürftiges zu vermelden. Die unpraktisch Slider für die Temperaturregelung im VW zum Beispiel sind beileibe nicht der Weisheit letzter Schluss. Sie verlangen den feinmotorischen Fähigkeiten einiges ab, wenn es darum geht, während der Fahrt die gewünschte Gradzahl einzustellen. Einen Vorsprung in der Sicherheitsausstattung erarbeitet sich der VW Passat Variant durch den Umstand, dass er in der getesteten Antriebskonfiguration nur ab der teuren Elegance-Ausstattung erhältlich ist. Folglich bringt er bereits diverse Details mit, die bei den zwei anderen extra kosten. Stellvertretend hierfür seien zum Beispiel die LED-Matrix-Scheinwerfer genannt.

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Audi A4 Avant Facelift (2019)

Audi A4 Avant Facelift (2019): Kombi & S Line

Mehr S für den A4 Avant

 

Fahrkomfort: Audi A4 Avant bestens gedämmt

Zum Testprozedere gehören in der Regel etliche hundert Kilometer auf der Autobahn, praktischerweise das bevorzugte Revier unserer Testkandidaten. Hier bleibt der Audi A4 Avant mit bestem Geräusch- und Federungskomfort in Erinnerung. Wind-, Antriebs- und Abrollgeräusche sind bestens gedämmt – schonend für Ohren sowie Nerven. Die optionalen adaptiven Dämpfer verrichten unterdessen ihr Tagwerk sehr erfolgreich. Bodenwellen werden nahezu unmerklich eingeebnet, Fräskanten und Brückenfugen fein herausgefiltert. Auf den Marterstrecken des Testgeländes kommt der Ingolstädter unter voller Beladung lediglich auf Bodenwellen an seine Grenzen. Prima: Die im Testwagen installierten Sportsitze samt Vier-Wege-Lendenwirbelstütze sind nicht nur vergleichsweise günstig (655 Euro), sondern erfreuen auch mit rundherum gelungener Torsoabstützung. Der BMW 3er Touring zeichnet im Vergleichstest ein anderes Bild. Zwar sprechen die Federelemente seines adaptiven M-Fahrwerks auf Schlechtwege-Abschnitten und auf der Autobahn ähnlich sensibel an wie die des Audi A4 Avant, kurze Bodenwellen regen die Karosserie aber schnell zu ebenso kurzen Ausfederbewegungen an. In der Folge ist der Aufbau öfter in Bewegung, als es dem Fahrkomfort guttut. Ebenfalls dem Fahrkomfort eher abträglich sind die Reifen-Abrollgeräusche, die im Münchner stärker ins Klangbild drängen als im Ingolstädter und im Wolfsburger. Die Sportsitze (Bestandteil Modell M Sport) passen zwar wie angegossen und können per einstellbarer Seitenwangen an die Statur individuell angepasst werden, allerdings nur so lange, wie der persönliche Body Mass Index einigermaßen im Rahmen bleibt. Da ist es auf dem ergoComfort-Fahrersitz (855 Euro) des VW Passat schon besser. Einerseits weil die Sitzgelegenheiten etwas großzügiger modelliert sind, andererseits weil sich auftretende Muskelverspannungen im Rücken mit der Massagefunktion erfolgreich bekämpfen lassen. Nicht abstellen lassen sich dagegen der im Vergleich zum Audi A4 Avant und BMW 3er Touring der höhere Innengeräuschpegel und der brummigere Motorsound. Demgegenüber stellt der Federungskomfort im VW Passat Variant auch anspruchsvollere Naturen zufrieden, ohne aber an die Souveränität desselben im Audi heranzureichen.

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VW Passat B8 Variant Facelift (2019)

VW Passat B8 Variant Facelift (2019): Motor

Das kostet der Passat Variant

 

Motor/Getriebe VW Passat Variant effizient

Dank 48-Volt-Mild-Hybrid-Technik und Starter-Generator kann der BMW 320d xDrive Touring zu seinen 190 PS kurzzeitig per Boost-Funktion weitere elf PS (fünf kW) mobilisieren. Mit einem Drehmoment von 400 Newtonmetern steht er ebenso gut im Futter wie seine Testgegner. In der Tat sorgt der Münchner Kombi damit für einen munteren Antritt, mit dem er die Rivalen allerdings nicht deklassieren kann. Mit einem Sprintwert von 7,0 Sekunden auf 100 km/h liegt er gleichauf mit dem Audi A4 Avant 40 TDI quattro. Nur der VW Passat Variant 2.0 TDI SCR 4Motion schafft es noch einen Hauch schneller (6,9 Sekunden). Ab Tempo 130 lässt der Tatendrang im BMW aber stärker nach – bis 150 km/h verliert er auf seine Gegner jeweils 1,3 Sekunden. Das ist zwar im Alltag eher ohne Bedeutung, aber dennoch Anlass für eine Ursachenforschung. Eine mögliche Erklärung liefert der Blick auf die Waage: Hier zeigt der BMW 3er Touring mit einem Leergewicht von üppigen 1816 Kilogramm, dass er 100 beziehungsweise 107 Kilogramm mehr auf den Rippen trägt als der Audi A4 Avant und der VW Passat Variant. Möglicherweise kann er deshalb an der Tankstelle nicht nennenswert von seiner Mild-Hybrid-Technik profitieren. Mit 6,5 Liter Diesel ist er im Vergleichstest gerade mal 0,1 Liter sparsamer als der 204 PS starke Audi A4 Avant 40 TDI quattro, der zwar über Zwölf-Volt-Mild-Hybrid-Technik verfügt, aber ohne Boost-Funktion auskommen muss. Noch knauseriger mit dem Kraftstoff geht der Passat Variant 2.0 TDI SCR 4Motion um. Das in den Grundzügen technisch mit dem Audi-Motor identische, allerdings im Gegensatz dazu quer eingebaute Aggregat schickt zwar auf 100 Kilometern nur 6, 2 Liter in die Brennräume, läuft aber subjektiv rauer als der Selbstzünder im Audi. Mit 230 km/h Höchstgeschwindigkeit deklassiert der VW den BMW um fünf km/h. In Sachen Höchstgeschwindigkeit gibt es Ungewöhnliches vom Audi A4 Avant zu berichten. Werksseitig wird er mit rollwiderstandsoptimierter Bereifung ausgeliefert und bei 210 km/h abgeregelt. Wer mehr möchte, zahlt 150 Euro, bekommt dann 236 km/h Höchstgeschwindigkeit, aber keine Sparbereifung. Es braucht in der Praxis allerdings etliche Kilometer unlimitierter und freier Autobahn, damit der Audi seinen Konkurrenten dauerhaft davonfahren kann. Der BMW-Antrieb macht den 3er Touring weder zum Schnellsten noch zum Sparsamsten in diesem Trio, seine Achtstufen-Automatik ist den beiden Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe von Audi und VW in Sachen Reaktionsschnelligkeit aber ein Stück voraus.

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BMW 3er (2019)

BMW 3er (2018): Hybrid/M Paket/Preis

Neue Hybrid-Variante für den 3er

 

Fahrdynamik: Direkte Lenkung im BWM 3er Touring

Mit variabler Sportlenkung, M-Sportfahrwerk und extrem gut haftender Michelin Pilot Sport 4 S *-Mischbereifung fährt der Münchner entsprechend gut aufgerüstet vor und stellt bereits auf den ersten Metern des Handling-Parcours seine Handlichkeit unter Beweis. Die sehr direkt ansprechende und somit anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Lenkung lässt den BMW 3er Touring äußerst zackige Haken schlagen, auch wenn sich in den schnellen Passagen der eine oder andere bei größeren Lenkwinkeln etwas mehr Rückmeldung wünschen würde. Der Allradantrieb lässt ihn aus engen Biegungen ab dem Kurvenscheitelpunkt mit viel Antriebsmoment an der Hinterachse unterhaltsam herausbeschleunigen. In den weiten Bögen schiebt er dagegen an der Haftgrenze sanft über die Vorderräder, lässt sich aber mit dosiertem Gaslupfen problemlos auf Kurs halten. Der Audi A4 Avant geht demgegenüber als Muster an Neutralität durch. Er absolviert die kurvigen Passagen allerdings mit stärkerer Seitenneigung als der BMW 3er Touring, und sein Lenkgefühl wirkt im Gegensatz zu dem des 3er ein wenig synthetisch. Unerwartet: Im Kurvengeschlängel spielt der VW Passat Variant trotz seiner ausladenden Abmessungen seinen Gewichtsvorteil aus und wirkt im Vergleichstest am leichtfüßigsten. An dessem Volant ist zwar während der Slalomprüfung etwas mehr Lenkarbeit als bei den beiden Testgegnern nötig, dafür entschädigt er in größeren Kurvenradien und bei höheren Geschwindigkeiten mit Zielgenauigkeit und ordentlichem Fahrbahnkontakt. Die Bremsprüfung absolvieren alle Kandidaten mit Bravour und liefern Kaltbremswerte zwischen 34 und 35 Metern aus Tempo 100 bis zum Stand. Mit warmer Bremse steht der Audi A4 Avant durchschnittlich bereits nach beachtlichen 33,9 Metern.

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Umwelt/Kosten: Audi A4 Avant am günstigsten in Anschaffung

Dass die Premiumliga Premiumpreise verlangt, gilt als Binsenweisheit. Dass dagegen ausgerechnet der Audi A4 Avant mit dem niedrigsten bewerteten Preis Punkte sammelt, verwundert allerdings. Ebenfalls erstaunlich: Der VW Passat Variant hat laut DAT mit 32.667 Euro den höchsten Wertverlust. Da verhindern auch günstigeren Werkstattkosten nicht, dass sich der Audi A4 Avant in diesem Kapitel des Vergleichstests auch gegen den BMW 3er Touring durchsetzt. Davon abgesehen lautet das Kosten-Credo angesichts der im Raum stehenden Summen: Wer mit modernen Dieselkombis sparen will, muss im Voraus richtig zahlen.

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Messwerte & technische Daten Audi A4 Avant 40 TDI quattro, BMW 320d xDrive Touring & VW Passat Variant 2.0 TDI SCR 4Motion

AUTO ZEITUNG 08/2022 Audi A4 Avant 40 TDI qauttro BMW 320d xDrive Touring VW Passat Variant 2.0 TDI SCR 4Motion
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin. R4/4; Turbodiesel
Starter-Generator
(12V)
R4/4; Turbodiesel
Starter-Generator
(48V)
R4/4;Turbodiesel
Hubraum 1968 cm³ 1995 cm³ 1968 cm³
Leistung 150 kW/204 PS
3800 — 4200
/min
140 +8 kW/
190 + 11PS
4000/min
147 kW/200 PS
3600 /min
Max. Drehmoment 400 Nm,
1750 — 3250
/min
400 Nm,
1750 — 2500
/min
400 Nm,
1750 — 3500
/min
Getriebe/Antrieb 7-Gang, Doppelkupplung /
Allrad, permanent
8-Stufen-Automatik/
Allrad, permanent
7-Gang, Doppelkupplung /
Allrad, permanent
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test) 1625/1716 kg 1690/1816 kg 1673/1709 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test) 7,0 s 7,0 s 6,9 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk) 210 (opt. 236)
km/h
225 km/h 230 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
34,4/33,9 m 35,0/34,6 m 34,3/34,8 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP) 6,6/5,6 l D 6,5/5,7 l D 6,2/5,9 l D
CO2-Ausstoß (Test/WLTP) 175/149 g/km 173/152 g/km 165/156 g/km
Preise
Grundpreis 49.750 € 49.400 € 54.995 €
Testwagenpreis 52.435 € 58.480 € 58.345 €

 

Ergebnis in Punkten

Gesamtbewertung (max. Punkte) Audi A4 Avant 40 TDI quattro BMW 320d xDrive Touring VW Passat Variant 2.0 TDI SCR 4Motion
Karosserie (1000) 676 699 741
Fahrkomfort (1000) 760 732 741
Motor/Getriebe (1000) 705 695 728
Fahrdynamik (1000) 740 719 731
Eigenschaftswertung (4000) 2881 2845 2941
Kosten/Umwelt (1000) 324 306 313
Gesamtwertung (5000) 3205 3151 3254
Platzierung 2 3 1
Elmar SiepenElmar Siepen

Unser Fazit

Der Vergleichstest zeigt eindeutig, dass praxistaugliche Dieselkombis vom Schlag unserer Testkandidaten für Langstrecken immer noch eine gute Wahl sind. Obwohl bereits in die Jahre gekommen, überzeugt der VW Passat Variant nach wie vor mit dem besten Platzangebot sowie dem sparsamsten, sprintstärksten Antrieb. Da bleibt der Testsieg nicht aus. Die Komfortkarte spielt der Audi A4 Avant. Er ist ein exzellentes Reiseauto, das auf dem zweiten Platz landet und als Vertreter der Premium-Liga eine überraschend günstige Kostenbilanz aufweist. Auf dem dritten Rang parkt schließlich der BMW 3er Touring. Markentypisch auf Fahrdynamik getrimmt, gefällt er mit frappierender Handlichkeit. Beim Komfort fällt er in der Summe aber hinter die Konkurrenz zurück.


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