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Q4/EQB/2/XC40: Vergleichstest Premium-Stromer von Audi, Mercedes, Polestar und Volvo im Vierkampf

Im Segment der SUV ist die Auswahl an batterieelektrischen Fahrzeugen inzwischen besonders groß. Zum 5000-Punkte-Vergleichstest trifft sich ein deutsch-schwedisches Doppel mit Premium-Anspruch: Audi Q4 Sportback e-tron, Mercedes EQB, Polestar 2 und Volvo XC40 Recharge Pure Electric. Ring frei!

 

Audi Q4 Sportback e-tron, Mercedes EQB, Polestar 2 & Volvo XC40 Recharge Pure Electric im Vergleichstest

Im 5000-Punkte-Vergleichstest treten vier Stromer der 50.000-Euro-Klasse mit Premium-Anspruch an: Das Team Deutschland schickt den 220 kW (299 PS) starken Audi Q4 Sportback e-tron und Mercedes EQB (215 kW/292 PS) ins Rennen, Schweden stellt die stärkeren Modelle Polestar 2 und Volvo XC40 mit 300 kW (408 PS) dagegen. Ein sehr passender Vergleich, denn die beiden großen Trends der Automobilbranche lauten nach wie vor SUV und batterieelektrische Antriebe – am besten beides kombiniert. 2021 wurden in Deutschland knapp 360.000 Autos mit reinem Elektro-Antrieb zugelassen, viele davon im modischen SUV- oder Crossover-Gewand. Vor allem in der beliebten Mittelklasse bietet sich einer SUV- und elektroaffinen Kundschaft eine große Modellvielfalt. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der Polestar 2 (2020) im Video:

 

 

Karosserie: Mercedes EQB mit dem größten Platzangebot

Als einziger Kandidat in diesem Vergleichstest steht der Audi Q4 Sportback e-tron auf einer ausschließlich für batterieelektrische Antriebe ausgelegten Plattform. Wie die eng verwandten Konzernbrüder VW ID.4 oder Skoda Enyaq iV kommt beim in Zwickau produzierten Audi der Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB) zum Einsatz. Der Mercedes EQB ist die vollelektrische Version des GLB, mit dem er sich die Plattform teilt. Polestar 2 und Volvo XC40 Recharge Pure Electric basieren jeweils auf der modularen CMA-Plattform (Compact Modular Architecture) des chinesischen Mutterkonzerns Geely, die auch für Verbrennungsmotoren ausgelegt ist. Klares Indiz für die Mischbauweise der drei Audi-Kontrahenten ist der Mitteltunnel im Fond-Fußraum. Dieser fehlt beim MEB-Elektriker, sodass man auch auf dem mittleren Sitz der Rückbank ungestört die Beine ausstrecken kann. Allerdings spielt der Audi nicht alle Vorteile einer Elektro-Plattform aus, wie ein Blick unter die Fronthaube zeigt, schließlich findet sich dort – wie auch beim Mercedes – keine Aufbewahrungsmöglichkeit für das Lade-Equipment. Einen sogenannten Frunk, der sich im Fahr- und Ladealltag als wirklich praktisch erweist, weil das Ladekabel immer griffbereit ist, haben dafür die beiden Schweden zu bieten. Passagier:innen finden sowohl vorn als auch im Fond in den beiden Deutschen üppigere Platzverhältnisse vor: Der kastige Mercedes EQB bietet auf allen Plätzen eine stattliche Kopffreiheit, die auch für echte Sitzriesen ausreicht. Der Audi Q4 Sportback e-tron lässt zwar wegen der abfallenden Dachlinie hinten weniger Luft über dem Scheitel, trumpft dafür aber mit reichlich Bein- und seitlicher Bewegungsfreiheit auf. Am intimsten geht es im Polestar 2 zu: Anders als im Volvo XC40 Recharge Pure Electric wähnt man sich aufgrund der tieferen Sitzposition eher in einer Limousine denn in einem SUV oder Crossover, und insgesamt sitzt der in China produzierte Schwede so gut wie eine Slim-Fit-Jeans. Die unnötig hohe und breite Mittelkonsole engt die Fußräume vorne aber deutlich ein, und auf der Rückbank stoßen Personen ab 1,80 Meter Körpergröße mit ihren Köpfen an den Dachhimmel. Der Volvo ist zwar insgesamt großzügiger geschnitten und stellt vor allem hinten mehr Raum bereit als sein Landsmann, fühlt sich aber dennoch kleiner an als die deutschen Wettbewerber. Dafür trumpft er mit bis zu 1,8 Tonnen Anhängelast auf, während der Audi 1200 Kilogramm und der Polestar 1500 Kilogramm schwere Anhänger ziehen dürfen. Für den Mercedes ist dagegen gar keine Anhängerkupplung erhältlich, sodass man nicht einmal einen Fahrradträger montieren kann. Das kann ein K.o.-Kriterium sein. Ein Pluspunkt für Familien stellt dafür die Option auf eine dritte Sitzreihe mit zwei zusätzlichen Sitzplätzen (1416 Euro) für Kinder dar. Und für 428 Euro Aufpreis lässt sich die stets dreiteilig umklappbare Rückbank beim EQB-Fünfsitzer um neun Zentimeter verschieben. Beim maximalen Laderaumvolumen hat der Mercedes EQB mit 1710 Litern die Nase vorn. Standardvolumen: 495 Liter. Der Audi Q4 Sportback e-tron steckt 535 bis 1460 Liter Gepäck weg, der Volvo XC40 Recharge Pure Electric mit 419 bis 1295 Litern deutlich weniger. Das Schlusslicht bildet der Polestar 2 (405 bis 1095 Liter). Die maximalen Zuladungen liegen zwischen 428 Kilogramm (Volvo) und 463 Kilogramm (Audi). Voll beladen bringt der Ingolstädter über 2,7 Tonnen auf die Wage, die Rivalen mit je rund 2,6 Tonnen kaum weniger. Jeweils auf hohem Niveau rangieren die vier Elektro-Crossover in puncto Sicherheitsausstattung, wobei sich der Benz hier noch ein wenig besser in Szene setzen kann. Zudem hinterlässt der in Ungarn gebaute Schwabe den qualitativ hochwertigsten Eindruck – allerdings sind auch die Innenräume der Rivalen angemessen fein arrangiert.

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Fahrkomfort: Gerine Wind- & Abrollgeräusche im Audi Q4 Sportback e-tron

Wer von einem SUV mit Verbrennungsmotor in einen der Testkandidaten umsteigt, wird vom Geräuschkomfort begeistert sein. Mit leisem Summen verrichten die E-Maschinen in allen vier Crossovern in diesem Vergleichstest ihre Dienste. Gegen Wind- und Abrollgeräusche sind Audi Q4 Sportback e-tron und Mercedes EQB am wirkungsvollsten abgeschottet, was sich gerade bei Autobahnetappen positiv auf das Komfortempfinden auswirkt. Mehrstündige Fahrten spult man auf den Sportsitzen des Audi am entspanntesten ab, offerieren sie doch die angenehmste Polsterung und sind im Bein- wie Torsobereich besser konturiert als die vergleichsweise wenig Halt bietenden Fauteuils der Kontrahenten. Zudem finden Fondpassagiere im Q4 Sportback e-tron eine bequeme Bank mit wirkungsvoller Abstützung für die Oberschenkel vor, während man in den Rivalen mit stärker angewinkelten Beinen sitzt. Noch ein Pluspunkt des Audi sind die zahlreichen großen, gut nutzbaren Ablagemöglichkeiten. Beim Federungskomfort schlägt dann die Stunde des Mercedes EQB, der in allen Fahrsituationen den souveränsten Eindruck hinterlässt: Der mit einstellbaren Adpativ-Dämpfern (1178 Euro) ausgerüstete Schwabe glänzt auf ebenen Asphaltbändern mit dem feinsten Abrollkomfort und kommt auch mit welligem Untergrund bestens zurecht. Sanft wogend und mit angenehm entkoppelt wirkendem Aufbau fährt der Mercedes EQB über Landstraßen und Autobahnen. Bei Stadttempo reagiert er auf Kanaldeckel oder Kanten aber mitunter steifbeinig. Der mit 21 Zoll großer Mischbereifung ausgerüstete Audi Q4 Sportback e-tron gibt kurze Stöße zuweilen unfein weiter und zeigt auf welligen Landstraßen wie der Volvo XC40 Recharge Pure Electric stärkere Vertikalbewegungen, liegt dafür auf Autobahnetappen aber ruhiger als der Schwede. Teil des Performance-Pakets für den Polestar 2 sind manuell einstellbare Öhlins-Dämpfern, mit denen sich der Schwede deutlich straffer als die Konkurrenz gibt. Unangenehm wird es aber auch auf besonders schlechten Straßen nicht, weil die Balance zwischen Vorder- und Hinterachse stimmt und das Fahrwerk selbst auf schlaglochreichen Pisten beeindruckende Reserven bietet.

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Polestar 2 (2020)

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Motor/Getriebe: Polestar 2 überzeugt mit Beschleunigungswerten

Alle vier Kandidaten in diesem Vergleichstest verfügen über Allradantrieb mit je einer E-Maschine an Vorder- und Hinterachse. Der Polestar 2 Long Rang Dual Motor und der Volvo XC40 Recharge Pure Electric Twin Motor setzen vorn wie hinten auf je einen permanenterregten Synchronmotor, während an der Vorderachse von Audi Q4 Sportback 50 e-tron quattro und Mercedes EQB 350 4Matic eine Asynchronmaschine arbeitet (Hinterachse: Synchronmotor). Mit je 300 kW beziehungsweise 408 PS Systemleistung und 660 Newtonmetern Drehmoment sind die beiden Schweden deutlich stärker als die Deutschen mit 215 (Mercedes) beziehungsweise 220 kW (Audi). Den Sprint auf Tempo 100 absolvieren die Skandinavier deshalb in unter fünf Sekunden. Noch beeindruckender: 150 km/h sind aus dem Stand jeweils in unter zehn Sekunden erreicht. Der Audi, der insgesamt zahmer beschleunigt, benötigt dafür immerhin gut 13 Sekunden (Mercedes EQB: 11,7 Sekunden). Bei allen vier E-Autos nachhaltig beeindruckend sind der ansatzlose Schub und die homogene Kraftentfaltung. Während der EQB 350 4Matic bei Tempo 160 abgeregelt ist, schiebt die Elektronik in Q4 Sportback 50 e-tron quattro und im XC40 Recharge Pure Electric Twin Motor dem Vortrieb erst bei 180 km/h einen Riegel vor. Vorteil für den 2 Long Range Dual Motor: 205 km/h Spitze. Das Frühlingswetter mit Temperaturen von knapp 20 Grad macht sich positiv bei den Reichweiten bemerkbar: Anhand des Testverbrauchs realisieren alle vier Elektro-Crossover mit einer vollen Akku-Ladung über 300 Kilometer Reichweite – der Audi Q4 Sportback 50 e-tron quattro schafft mit 76,6 kWh Netto-Batteriekapazität bei 21,5 kWh Testverbrauch sogar 356 Kilometer. Der Mercedes EQB 350 4Matic geht zwar am effizientesten mit dem Strom um (Testverbrauch: 21,1 kWh), hat wegen der nur 66,5 kWh großen Hochvoltbatterie aber Reichweitennachteile. Denn: Die Batterien von Polestar 2 Long Rang Dual Motor und Volvo XC40 Recharge Pure Electric Twin Motor, deren Testverbrauch jeweils gut 23 kWh auf 100 Kilometer beträgt, nehmen 75 kWh effektiv nutzbare Energie auf. Bewegt man sich auf Langstrecken im Ladezustand-Fenster zwischen 80 und zehn Prozent, schrumpfen die Reichweiten bei allen vier Crossover – vor allem aber beim Benz – deutlich zusammen. Bei Reisetempo 130 legt man dann jeweils nur 200 bis 250 Kilometer ohne Ladestopp zurück. Zwar zapft der Mercedes Gleichstrom (DC) maximal nur mit 100 kW, hält diese Leistung aber konstant über einen langen Zeitraum. Der Audi lädt an den leistungsfähigen HPC-Säulen unter optimalen Bedingungen mit bis zu 135 kW Ladeleistung, Polestar und Volvo sogar mit 150 kW. Dafür fällt die Leistung aber nach kurzer Zeit deutlich ab. Und das Vollladen gerät gerade bei den beiden Schweden zur weit über einstündigen Geduldsprobe, weil ab 80 Prozent Ladezustand viel langsamer geladen wird. Für den Ladevorgang von zehn bis 80 Prozent muss man bei allen vier Kandidaten eine gute halbe Stunde einplanen.

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Fahrdynamik: Starke Stopper im Volvo XC40 Recharge Pure Electric

Das performanteste Auto in diesem Vergleichstest ist der Polestar 2 Long Rang Dual Motor: Gerade auf der verwinkelten Handlingstrecke kann der Schwede die Konkurrenz hinter sich lassen. Seine 20-Zoll-UHP-Reifen von Continental verzahnen sich innig mit dem Asphalt und verhelfen dem Polestar gemeinsam mit der straffen Fahrwerksabstimmung zu einer quirligen Querdynamik. Bestens ins Bild passen da die präzise Lenkung und die gut dosierbare Bremse. Der Volvo XC40 Recharge Pure Electric Dual Motor legt ein anderes Naturell an den Tag, auch weil er standardmäßig auf Ganzjahresreifen steht, deshalb in Kurven wenig Grip aufbaut und über alle vier Räder schmiert. Stark dagegen ist dessen stabile Bremsleistung. Steht der Audi Q4 Sportback 50 e-tron quattro mit warmer Anlage aus Tempo 100 nach guten 34,9 Metern, patzt der mit Trommelbremsen an der Hinterachse ausgerüstete Ingolstädter beim Kaltbremswert (37,4 Meter). Dafür durchährt er Kurven mit mehr Elan als der behäbigere und traktionsschwächere Mercedes EQB 350 4Matic.

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Umwelt/Kosten: Mercedes EQB am teuersten in der Anschaffung

Während für Audi Q4 Sportback e-tron, Mercedes EQB und Volvo XC40 Recharge Pure Electric Fördermittel in Höhe von 7975 Euro (E-Autos bis 65.000 Euro Nettolistenpreis) in Anspruch genommen werden können, staubt der Polestar 2 sogar 9579 Euro Prämie ab: Zwar übersteigt der Preis des Dual Motor wie jene der Konkurrenten den Nettolistenpreis von 40.000 Euro für die höchstmögliche Prämie deutlich, für die Berechnung des Umweltbonus wird aber der günstige Preis des vorderradgetriebenen Einstiegsmodells zugrunde gelegt. So kostet der Polestar 2 in testrelevanter Konfiguration schließlich knapp 6000 Euro weniger als der teuerste Vergleichstest-Kandidat Mercedes EQB

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Messwerte & technische Daten Audi Q4 Sportback 50 e-tron quattro, Mercedes EQB 350 4Matic, Polestar 2 Long Range Dual Motor & Volvo XC40 Recharge Pure Electric Twin Motor

AUTO ZEITUNG 10/2022 Audi Q4 Sportback
50 e-tron quattro
Mercedes EQB
350 4Matic
Technik
E-Motor v.. Asynchronmaschine;
h.: permanent erregte
Synchronmaschine
v.: Asynchronmaschine;
h: permanent erregte
Synchronmaschine
Systemleistung 220 kW/299 PS 215 kW/292 PS
Systemdrehmoment 460 Nm 520 Nm
Batterie Lithium-Ionen,
klimatisiert
Lithium-Ionen,
klimatisiert
Spannung/Kapazität netto 400 V / 76,6 kWh 420 V / 66,5 kWh
Max. Ladeleistung DC/AC 135 kW / 11 kW 100 kW / 11 kW
Getriebe/Antrieb Konstantübersetzung /
Allrad
Konstantübersetzung /
Allrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test) 2140/2252 kg 2100/2125 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test) 6,2 s 5,7 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk) 180 km/h 160 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
37,4/34,9 m 35,7/35,7 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP) 21,5/17,5 kWh 21,1/18,1 kWh
CO2-Ausstoß (Test/WLTP) 79/0 g/km 77/0 g/km
Reichweite (Test/Maximal) 356/421 km 313/398 km
Preise
Grundpreis 55.600 € 57.989 €
Testwagenpreis 50.500 € 53.156 €
AUTO ZEITUNG 10/2022 Polestar 2 Long Range
Dual Motor
Volvo XC40 Recharge
Pure Electric Twin Motor
Technik
E-Motor 2 permanent erregte Synchronmaschinen 2 permanent erregte
Synchronmaschinen
Systemleistung 300 kW/408 PS 300 kW/408 PS
Systemdrehmoment 660 Nm 660 Nm
Batterie Lithium-Ionen,
klimatisiert
Lithium-Ionen,
klimatisiert
Spannung/Kapazität netto 400 V / 75 kWh 400 V / 75 kWh
Max. Ladeleistung DC/AC 150 kW / 11 kW 150 kW / 11 kW
Getriebe/Antrieb Konstantübersetzung / Allrad Konstanfübersetzung / Allrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test) 2123/2156 kg 2132/2192 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test) 4,6 s 4,7 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk) 205 km/h 180 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
36,0/35,3 m 35,3/35,2 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP) 23.1/19,4 kWh 23,6/23,8 kWh
CO2-Ausstoß (Test/WLTP) 85/0 g/km 86/0 g/km
Reichweite (Test/Maximal) 325/414 km 318/434 km
Preise
Grundpreis 50.970 € 56.150 €
Testwagenpreis 47.400 € 48.175 €

 

Ergebnis in Punkten

Gesamtbewertung (max. Punkte) Audi Q4 Sportback
50 e-tron quattro
Mercedes EQB
350 4Matic
Polestar 2
Long Range
Dual Motor
Volvo XC40
Recharge Pure
Electric Twin Motor
Karosserie (1000) 664 686 636 653
Fahrkomfort (1000) 732 733 671 695
Motor/Getriebe (1000) 749 733 771 754
Fahrdynamik (1000) 700 681 735 702
Eigenschafts-
wertung
(4000)
2845 2833 2813 2804
Kosten/Umwelt (1000) 338 334 350 347
Gesamtwertung (5000) 3183 3167 3163 3151
Platzierung 1 2 3 4

 

Caspar WinkelmannCaspar Winkelmann

Unser Fazit

Die Auswahl an batterieelektrischen Modellen ist gerade im Crossover- und SUV-Segment groß – genau wie das Interesse der Kunden. Dass nicht noch mehr E-Autos verkauft werden, liegt vor allem an der teils arg eingeschränkten Lieferfähigkeit der Hersteller. Welch hohen Reifegrad die Stromer markenübergreifend in kurzer Zeit erreicht haben, beweist dieser Vergleichstest: Die Differenz zwischen Testsieger und Viertplatziertem beträgt gerade einmal 32 Punkte – so dicht sind vier Autos nur ganz selten beieinander. Auf den ersten Platz fährt der Audi Q4 Sportback e-tron, obwohl er kein Einzelkapitel gewinnen kann. Der Ingolstädter leistet sich aber abgesehen vom schwachen Kaltbremsweg keine Schwäche und findet eine gute Balance zwischen Alltagstauglichkeit, Fahrkomfort und Dynamik. Rang zwei geht an den Mercedes EQB, der den feinsten Federungskomfort bietet, effizient und optional als Siebensitzer vorfährt. Sein Akku ist aber kleiner als bei den Konkurrenten. Ganz knapp dahinter kommt der Polestar 2 über die Ziellinie: Das Raumangebot fällt für Familien zu klein aus, dafür zelebriert er den Fahrspaß und liefert bei Längs- und Querdynamik gleichermaßen ab. Und er ist der günstigste Testkandidat. Kaum teurer ist der viertplatzierte Volvo XC40 Recharge, der mehr Raum und Komfort bietet und über den gleichen kraftvollen Antriebsstrang verfügt. Deutlich zurückhaltender: das Handling.


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